In den meisten Unternehmen war es so, dass alles von Auge zu Auge geklärt wurde. Die Mitarbeiter kamen ins Unternehmen und führten hier ihre Arbeit aus. Die Corona-Pandemie machte dem allen aber einen Strich durch die Rechnung, denn der Großteil der Unternehmen musste aufgrund der Quarantäne auf unbestimmte Zeit geschlossen werden. Das hieß aber nicht, dass sich die Mitarbeiter nun auf die faule Haut legen durften. Ganz im Gegenteil, denn dank der heutigen digitalen Technik gibt es viele Möglichkeiten, die Arbeit auch von zu Hause aus zu machen.

Die Zeit der Digitalisierung ist gekommen

Schon früher war es möglich, dass ein Mitarbeiter nicht immer vor Ort sein musste, um diverse Tätigkeiten auszuführen. Für viele Unternehmen war es aber einfacher und zudem ganz normal. Mit Corona musste sich der Tagesablauf aber drastisch ändern, denn nun sitzen alle Mitarbeiter zu Hause an dem eigenen PC oder Laptop. Die meisten Aufgaben und Tätigkeiten finden rein digital statt. Zum Beispiel Mitarbeitergespräche per Videocall oder die Online-Übermittlung von Geschäftsdaten. Anfangs war das sicherlich eine große Umstellung für die meisten Unternehmen, doch jene haben auch die Vorteile in der neuen Digitalisierung erkannt. So zeigt eine aktuelle Umfrage des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation sowie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, dass rund 93 Prozent der fast 500 befragten Unternehmen angeben, dass jene weiterhin Web- und Videokonferenzen nutzen wollen. Außerdem sagen fast zwei Drittel, dass sie Mitarbeitergespräche mittlerweile nur noch digital führen. Zudem halten 57 Prozent sogar Einstellungsgespräche per Videokonferenz ab.

Immer beliebter

Es kommen aber auch einige Hürden auf die Unternehmen zu, wie Studienleiterin Josephine Hofmann angibt: „Die wohl größte „Baustelle“ ist, dass Manager die Führung über Distanz erst einüben müssen.“ Die technischen Schwierigkeiten sind hingegen klein. Beinah jeder besitzt einen eigenen PC oder Laptop und außerdem können auch Unterschriften oder Ähnliches rein digital hinzugefügt werden. Es gibt aber noch ein Problem, denn die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt, wenn der Mitarbeiter zu Hause sitzt. Dennoch entschied sich der Großteil für dieses Arbeitsmodell. 70 Prozent aller Unternehmen gaben an, das sich jene komplett für die Heimarbeit in der Corona-Krise entschieden haben. Weitere 21 Prozent wählten ein 50:50-Modell. Dazu die Zahlen vor der Krise, denn knapp 54 Prozent gaben an, dass keine oder nur wenige Mitarbeiter vorher im Homeoffice arbeiteten. Nur bei 15 Prozent waren es viele oder beinah alle Mitarbeiter. Allerdings sieht auch die Zukunft des Homeoffice recht rosig aus, denn 42 Prozent der Befragten wollen auch zukünftig mehr mit Heimarbeit arbeiten.